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Über den Zwinkersmiley

Über den Zwinkersmiley

Der Zwinkersmiley..

ungeahnte Möglichkeiten verschiedene Emotionen auszudrücken und hervorzurufen. Oft genutzt, als ironische Garnierung des eigenen Gehirnschmalzes, stellt er jedoch einige vor die unergründliche Aufgabe herauszufinden was genau das Ziel dieses Ausdrucks ist.

Die harmloseste Variante ist ein keckes, wenn nicht sogar verspieltes, Augenzwinkern um der eigenen Aussage die Schärfe zu nehmen und ein „Ist-Ja-Nur-Ein-Spaß“-Feeling in Form eines gelben Comicgesichts hinzuzufügen.


Wofür zwinkert man eigentlich im realen Leben?

Es gibt folgende Möglichkeiten für Menschen im realen Leben zu Zwinkern:

– war nur ein Spaß (Alternative: Hab dich nich so)

– Anzüglichkeiten, oder auch: „freches“ Flirten

[In japanischen Comics kommt es derweil auch vor, dass Mangafiguren frech aussehen sollen, ohne aber anzüglich zu wirken. Das funktioniert allerdings nur bei Mangafiguren und (mit empfehlung von mir) herausgestreckter Zunge.]

Wofür zwinkert man in social Media?

Es gibt folgende Möglichkeiten für Menschen im virtuellen Raum zu Zwinkern:

– war nur ein Spaß (Alternative: Hab dich nich so)

– Anzüglichkeiten, oder auch: „freches“ Flirten

– Überlegensheitsgeste (Alternative: Du Dummerchen)

Wie oft zwinkert jemand im realen Leben? Und wie oft zwinkert jemand im virtuellen Raum? Korrekt. Die Anzahl der Zwinkerer im Internet ist um ein vielfaches höher als die Zwinkerer im realen Leben. Warum ist das so. Die physischen Einschränkungen der Zwinkerer in der realen Welt außen vorgelassen bleibt ein Grund übrig. Es wird in der virtuellen Welt als weniger unpassend empfunden, als in der realen Umgebung. Diese Empfindung bezieht sich in meinem bescheidenen Fall allerdings nur auf den Sender, nicht aber auf den Empfänger, also mich. Würden mir soviele ältere Herren auf der Straße zuzwinkern, wie sie es online tuen hätte ich schon längst einen Polizeischutz geordert aus Angst Übergriffigkeiten zu erleben. Doch virtuell ist alles nicht so ernst oder? Jaein. Bei einer bestimmten Menge an Zwinkersmileys online wird es absurd sie zu lesen. Darunter stellen sie kein Problem dar, doch die schiere Menge an Anzüglichkeiten, die damit verbunden sind macht es zuweilen unerträglich ekelerregend. Die Sender sind sich dessen quasi nicht bewusst, aber der Empfänger (ich) bekommt solche Signale und deutet sie zielstrebig nach monatelangem konditioniertem Verhalten als Übergriff.

Wenn es doch nur das wäre…

Die Diskussionskultur auf Social Media ist des Öfteren unaushaltbar stumpfsinnig. Eine differenzierte reflektierte Aussage zu finden grenzt an die Freude einen 10 EuroSchein auf der Straße zu entdecken. Diese Streit- und Disskussionsgespräche sind gespickt mit allen möglichen psychischen Tricks, verdrehten Kausalzusammenhängen und persönlichen Empfindungen, die über eine objektive Aussage gestreut werden, womit sie unbrauchbar werden. Eine dieser kleinen fiesen Tricks beinhaltet die Benutzung unseres geliebten Zwinkersmileys.

Aus meinen Beobachtungen und Erfahrungen auf Twitter ist mir eine Sache besonders aufgefallen. Fühlt sich einer der Diskussionspartner unterlegen, hat er die Möglichkeit ein stärkeres Argument zu bringen, oder sich seine vermeintliche Überlegenheit anderweitig zu beschaffen. In einer Streitigkeit ist es das Ziel beider Parteien „zu gewinnen“. Ob es sinnvoll ist daraus einen Wettkampf zu machen und nicht einfach die Diskussion per se als Ziel zu sehen steht jetzt mal auf einem moralischen anderen Blatt. Um zu gewinnen sorgt man also selbst für eine Erhöhung der eigenen Position (gutes Argument) oder die Erniedrigung des Gesprächspartners (z.B. Beleidigung). Der „Zwinkersmiley-Trick“ dient jetzt dazu in „ironisch witzigem“ Kontext den Gegenüber nieder zu machen, indem man ihm oder ihr die Kompetenz abspricht. Das kann man durch Aussagen, wie:

– du bist noch zu jung um das zu verstehen

– das lernst du schon noch

– du weißt nicht, was du da sagst

usw. gezielt erreichen. Eine weitere Variante ist der Zwinkersmiley. Er erniedrigt den Gegenpart ohne viele Wörter zu benutzen und zusätzlich, und dass ist das perfide daran, bietet sich ein Hintertürchen für den Sender. „Das war doch nur ein Spaß“, „Sei mal nicht so ernst“. Damit wird die Wichtigkeit der Aussagen und Argumente des Gesprächspartners heruntergespielt und befeuert die emotionale Haltung des Empfängers (mich) immens. Die Kombination mit oben genannten Sätzen, stellt eine gezielte Provokation dar. Es nimmt außerdem die zukünftigen Aussagen des Empfängers auch in Beschuss, denn egal was der oder diejenige jetzt noch sagt, die Person wird immer die sein, die zu ernst, zu verkrampft und zu fanatisch ist in ihren Aussagen.

Check Mate.

Durchschaut man das Spiel ist es ein einfaches, wenn auch nicht emotional einfach, über den herabwürdigenden Kommentaren drüber zu stehen.

Meine Taktik: Ich schalte den Zwinkersmiley stumm. Ich setze auf Vermeidung. Wie andere es machen, ist mir egal. Jeder findet seinen Weg. Aber Probleme und Strategien seines Diskussionspartners zu durchschauen ist der erste Schritt in eine bessere Diskussionskultur.


[Kommas zum selbst setzen und umsetzen–> ,,,]

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